Winterreifen gegen Sommerreifen wechseln: Worauf Autofahrer bei Kauf, Lagerung und Nutzung achten sollten
Ratgeber rund um Reifenwechsel, Reifenkauf, Lagerung und sichere Nutzung im Alltag
22.04.2026
Hinweis: Bild und Text dieses Artikels wurden mit Unterstützung von KI erstellt.
Der Wechsel von Winterreifen auf Sommerreifen gehört für viele Autofahrer jedes Jahr fest zum Frühjahr. Wer sein Auto sicher und wirtschaftlich fahren möchte, sollte dabei nicht nur auf den richtigen Zeitpunkt achten, sondern auch auf Zustand, Alter und Lagerung der Reifen. Ebenso wichtig sind Hilfsmittel wie Wagenheber und Drehmomentschlüssel, wenn der Reifenwechsel selbst durchgeführt wird.
In diesem Ratgeber erfährst du, worauf es beim Wechsel, Kauf und Verwenden von Autoreifen wirklich ankommt, damit du auch in der warmen Jahreszeit sicher und zuverlässig unterwegs bist.
Wann sollte man Winterreifen gegen Sommerreifen wechseln?
Als grobe Faustregel gilt: Von O bis O – also von Oktober bis Ostern fährt man mit Winterreifen, danach mit Sommerreifen. Diese Regel ist zwar nicht gesetzlich festgelegt, bietet aber eine gute Orientierung.
Sobald die Temperaturen dauerhaft über 7 Grad Celsius liegen, sind Sommerreifen meist die bessere Wahl. Sie haben eine härtere Gummimischung und sorgen bei warmem Wetter für besseren Grip, kürzere Bremswege und weniger Verschleiß. Winterreifen sind dagegen für kalte, nasse und glatte Straßen ausgelegt und nutzen sich bei milden Temperaturen schneller ab.
Wer zu spät wechselt, riskiert also nicht nur höheren Reifenverschleiß, sondern auch schlechtere Fahreigenschaften.
Warum der richtige Reifen so wichtig ist
Die Reifen sind die einzige Verbindung zwischen Auto und Straße. Deshalb beeinflussen sie Sicherheit, Bremsweg, Kurvenverhalten und Kraftstoffverbrauch erheblich.
Falsche oder abgenutzte Reifen können bei Regen, Hitze oder plötzlichen Ausweichmanövern schnell zum Risiko werden. Sommerreifen bieten bei warmem Wetter eine bessere Straßenlage, während Winterreifen bei Schnee und Eis ihre Stärken ausspielen.
Deshalb sollte man nie aus Bequemlichkeit das ganze Jahr mit nur einem Reifensatz fahren, wenn man in Regionen mit echten Winterbedingungen unterwegs ist.
Worauf man vor dem Reifenwechsel achten sollte
1. Profiltiefe prüfen
Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 Millimeter. Empfehlenswert ist aber deutlich mehr:
- Sommerreifen: mindestens 3 Millimeter
- Winterreifen: mindestens 4 Millimeter
Mit zu geringer Profiltiefe verschlechtert sich vor allem bei Nässe die Haftung. Das Risiko von Aquaplaning steigt deutlich. Wer sein Auto sicher bewegen möchte, sollte abgefahrene Reifen rechtzeitig ersetzen.
2. Reifendruck kontrollieren
Der richtige Reifendruck ist entscheidend für Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. Zu wenig Luftdruck führt zu höherem Spritverbrauch, schlechterem Fahrverhalten und stärkerem Verschleiß. Zu hoher Druck kann den Fahrkomfort mindern und die Aufstandsfläche verringern.
Die passenden Werte findest du meist im Tankdeckel, in der Türsäule oder im Handbuch des Fahrzeugs. Der Reifendruck sollte immer bei kalten Reifen gemessen werden. Gerade nach dem Wechsel auf Sommerreifen ist eine Kontrolle Pflicht.
3. Reifen auf Beschädigungen prüfen
Vor dem Montieren sollten alle Reifen gründlich geprüft werden. Achte auf Risse in der Gummifläche, Beulen an der Seitenwand, eingefahrene Fremdkörper wie Nägel oder Schrauben sowie auf ungleichmäßigen Abrieb.
Schon kleine Schäden können die Sicherheit stark beeinträchtigen. Werden Mängel entdeckt, sollte der Reifen nicht weiterverwendet werden.
4. Alter der Reifen beachten
Auch wenn das Profil noch gut aussieht, altern Reifen mit der Zeit. Die Gummimischung wird härter und verliert an Haftung. Als grobe Empfehlung gilt: Reifen sollten nach etwa 6 bis 10 Jahren besonders kritisch geprüft und meist ersetzt werden.
Das Alter lässt sich an der DOT-Nummer auf der Reifenflanke erkennen. Die letzten vier Ziffern geben Produktionswoche und Jahr an. So steht zum Beispiel 2322 für die 23. Woche im Jahr 2022.
Reifen selbst wechseln: Was wird benötigt?
Wer die Räder am Auto selbst wechseln möchte, sollte sorgfältig und mit dem richtigen Werkzeug arbeiten. Dazu gehören vor allem ein stabiler Wagenheber und ein passender Drehmomentschlüssel.
Wagenheber richtig einsetzen
Mit dem Wagenheber wird das Fahrzeug angehoben, damit die Räder abgenommen werden können. Wichtig ist, ihn nur an den vom Hersteller vorgesehenen Punkten anzusetzen. Ein falscher Ansatz kann Schäden am Fahrzeug verursachen oder sogar gefährlich werden.
Außerdem sollte das Auto auf einer ebenen, festen Fläche stehen. Die Handbremse muss angezogen sein. Zusätzliche Sicherung durch Unterlegkeile ist sinnvoll.
Drehmomentschlüssel verwenden
Die Radschrauben dürfen nach dem Wechsel nicht einfach nur „fest genug“ angezogen werden. Ein Drehmomentschlüssel sorgt dafür, dass die Schrauben mit dem richtigen Drehmoment befestigt werden. Das ist wichtig, damit sich die Räder weder lockern noch Schrauben oder Felgen beschädigt werden.
Nach etwa 50 bis 100 Kilometern sollten die Schrauben sicherheitshalber noch einmal überprüft werden.
Reifen richtig lagern
Wer seine Winterreifen oder Sommerreifen nicht nutzt, sollte sie fachgerecht lagern. Eine falsche Lagerung kann Material und Lebensdauer deutlich beeinträchtigen.
- kühl, trocken und dunkel lagern
- vor direkter Sonneneinstrahlung schützen
- keinen Kontakt mit Öl, Benzin oder Lösungsmitteln
- Reifen vor dem Einlagern reinigen
- Lagerposition beachten
Kompletträder auf Felgen können liegend gestapelt oder an einer Felgenhalterung aufgehängt werden. Reifen ohne Felgen sollten stehend gelagert und gelegentlich leicht gedreht werden, damit sie sich nicht verformen.
Worauf man beim Kauf neuer Reifen achten sollte
Beim Kauf von Sommerreifen oder Winterreifen zählt nicht nur der Preis. Entscheidende Kriterien sind die passende Reifengröße laut Fahrzeugschein, ein gutes Bremsverhalten bei Nässe, ein geringer Rollwiderstand, ein niedriges Abrollgeräusch, ein aktuelles Herstellungsdatum und seriöse Markenqualität.
Billige Reifen können bei Sicherheit und Haltbarkeit Nachteile haben. Gerade weil Reifen so wichtig für das Auto sind, lohnt sich ein genauer Vergleich. Auch das EU-Reifenlabel hilft bei der Auswahl. Es informiert unter anderem über Kraftstoffeffizienz, Nasshaftung und Geräuschentwicklung.
Fazit: Sicherheit beginnt bei den Reifen
Der Wechsel von Winterreifen auf Sommerreifen sollte nicht nur aus Gewohnheit, sondern mit einem genauen Blick auf Sicherheit und Zustand erfolgen. Wer auf Profiltiefe, Reifendruck, Beschädigungen und Reifenalter achtet, schützt sich und andere Verkehrsteilnehmer.
Ebenso wichtig sind die richtige Lagerung und ein durchdachter Kauf neuer Reifen. Wenn du die Räder selbst wechselst, gehören ein sicherer Wagenheber und ein präziser Drehmomentschlüssel unbedingt dazu. So bist du mit deinem Auto auch in der warmen Jahreszeit zuverlässig und sicher unterwegs.